Achtsamkeit - Mindfulness

Die klinische Psychologie hat die Meditation in den 1970er Jahren entdeckt. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Forschung besonders auf Achtsamkeit oder "das akzeptierende Gewahrsein der gegenwärtigen Erfahrung" konzentriert. Christopher Germer meint in seinem Buch: "Der achtsame Weg zur Selbstliebe", dass wir Achtsamkeit erfahren müssen, um zu wissen, was sie bedeutet. Ein Moment der Achtsamkeit ist eine Art Gewahrseins.

Unser Gehirn durchläuft dieses prä-verbale Stadium des Gewahrseins ständig, aber normalerweise sind wir viel zu beschäftigt, um es zu bemerken. Der Meditationslehrer Guy Armstrong definiert Achtsamkeit folgendermaßen: Zu wissen, was du erlebst, während du es erlebst. Das heißt Achtsamkeit ist Gewahrsein im Hier und Jetzt. Für Germer ist Achtsamkeit befreiend, denn indem wir dem Strom unserer Wahrnehmungen Aufmerksamkeit schenken, anstatt unseren Interpretationen davon, wird jeder Augenblick frisch und lebendig. Achtsamkeit hat für Germer eine Qualität des Seins im Hier und Jetzt, eine Qualität der Freiheit, der Weitsicht, der Verbundenheit, des Nicht-Urteilens, des Fließens im Alltag. Jede momentane Erfahrung ist ein lohnendes Objekt für Achtsamkeit. Wenn wir achtsam sind, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass wir das Leben im Moment anders haben wollen, als es ist. Wäre das nicht erstrebenswert ?!